Anlege-Thermoelemente Typ K (NiCr-Ni) und Typ J (Fe-CuNi) – präzise Temperaturmessung ohne Bohrung
Anlege-Thermoelemente sind die ideale Lösung, wenn Temperaturen zuverlässig an Oberflächen gemessen werden sollen. Die Temperaturmessung erfolgt direkt an der Oberfläche – ohne Bohrung und ohne mechanischen Eingriff in das Bauteil.
In der Praxis kommen dabei sowohl Anlege-Thermoelemente Typ K (NiCr-Ni) als auch Typ J (Fe-CuNi) zum Einsatz, die sich je nach Temperaturbereich und Umgebungsbedingungen flexibel auswählen lassen. D-Sensors entwickelt und fertigt diese Sensoren für den professionellen Einsatz in Industrie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik.
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Was ist ein Anlege-Thermoelement, und wie funktioniert es?
Ein Anlege-Thermoelement ist ein spezieller Temperaturfühler, der Temperaturen direkt an der Oberfläche eines Bauteils misst. Im Gegensatz zu klassischen Einschraub- oder Eintauchlösungen erfolgt die Messung nicht im Medium, sondern an der Messstelle auf der Oberfläche. Die Temperatur wird dort erfasst, wo sie entsteht oder relevant ist – beispielsweise an Rohrleitungen, Werkzeugen oder Heißkanalkomponenten.
Das Thermoelement selbst besteht aus zwei Leitern aus unterschiedlichen Metallen, die an der Messstelle miteinander verbunden sind. Durch den Temperaturunterschied entsteht eine Thermospannung, die vom Messgerät ausgewertet wird.
Beim Thermoelement Typ K (NiCr-Ni) werden Nickel-Chrom und Nickel kombiniert – eine bewährte Materialpaarung für große Temperaturbereiche, hohe Stabilität und robuste elektrische Eigenschaften. Ergänzend dazu kommt das Thermoelement-Typ J (Fe-CuNi) zum Einsatz, das sich insbesondere für mittlere Temperaturbereiche und geschützte Umgebungen eignet. Der positive Schenkel besteht hier aus Eisen (Fe), der negative aus Konstantan (CuNi).Beide Typen haben sich in industriellen Anwendungen etabliert und lassen sich je nach Einsatzbedingungen gezielt auswählen.
Warum Typ K (NiCr-Ni) für Anlege-Thermoelemente?
Der Typ K ist der am häufigsten eingesetzte Thermoelement-Typ in der Industrie. Als Thermoelement Typ K (NiCr-Ni) deckt er einen breiten Temperaturbereich ab und eignet sich besonders für Anwendungen mit erhöhten Temperaturen.
Typische Eigenschaften von Typ K:
- großer Temperaturbereich von −50 °C bis +400 °C (abhängig von Leitung und Bauform)
- hohe thermische Stabilität
- gute Langzeitbeständigkeit
- geeignet für industrielle Umgebungen
Neben Typ K sind auch Anlege-Thermoelemente Typ J (Fe-CuNi) erhältlich. Beide Typen können – abhängig von Ausführung und Leitungsmaterial – vergleichbare Temperaturbereiche abdecken. Der Unterschied liegt in der Materialzusammensetzung des Thermoelements, wodurch sich jeweils spezifische Eigenschaften für bestimmte Umgebungs- und Prozessbedingungen ergeben.
Welcher Thermoelement-Typ der richtige ist, hängt immer vom Einsatzbereich, der Messstelle und den Umgebungsbedingungen ab.
Temperaturmessung an Oberflächen – ohne Bohren, ohne Prozessunterbrechung
Ein großer Vorteil von Anlege-Thermoelementen ist die Montage ohne Bohrung. Der Sensor wird direkt auf der Oberfläche befestigt und erfasst dort die Temperatur, ohne das Bauteil mechanisch zu verändern oder in den Prozess einzugreifen. Das ist besonders bei bestehenden Anlagen, druckführenden Systemen oder sensiblen Komponenten relevant, bei denen nachträgliche Bohrungen nicht möglich oder nicht gewünscht sind. Auch für temporäre Messungen, etwa im Rahmen von Prüfungen oder Optimierungen, bietet diese Bauform klare Vorteile.
Die Temperaturerfassung erfolgt über den direkten Kontakt zwischen der Unterseite des Anlegekörpers und der Oberfläche. Entscheidend für die Messgenauigkeit ist dabei ein möglichst guter thermischer Kontakt. Je gleichmäßiger der Sensor aufliegt und je geringer der Wärmeübergangswiderstand ist, desto präziser bildet die Messstelle die tatsächliche Oberflächentemperatur ab.
Montage: Schraubbefestigung oder Montagekleber
Die Montage der Anlege-Thermoelemente ist konsequent auf den Praxisalltag ausgelegt. Je nach Anwendung können die Sensoren entweder mechanisch fixiert oder dauerhaft verklebt werden. Für eine stabile, reproduzierbare Befestigung steht eine Schraubbefestigung über die integrierte Bohrung zur Verfügung. Sie eignet sich besonders für dauerhafte Messpunkte, bei denen der Sensor fest an einer definierten Position verbleiben soll.
Alternativ kann das Anlege-Thermoelement mit einem geeigneten Montagekleber angebracht werden. Diese Variante bietet sich an, wenn keine Bohrung gesetzt werden darf oder der Sensor flexibel versetzt werden soll.
Unabhängig von der Befestigungsart bleibt der Montageaufwand gering. Der Sensor lässt sich schnell positionieren, sicher fixieren und unmittelbar in Betrieb nehmen. Dadurch eignen sich Anlege-Thermoelemente sowohl für den Serieneinsatz in Anlagen als auch für nachträgliche Installationen oder temporäre Messaufgaben.
Schutzart IP54 – zuverlässig im Industrieeinsatz
Alle Anlege-Thermoelemente von D-Sensors erfüllen die Schutzart IP54 nach DIN EN 60529. Damit sind die Sensoren zuverlässig gegen Staub in schädigender Menge sowie gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Diese Schutzklasse ist besonders relevant für industrielle Umgebungen, in denen Feuchtigkeit, Staub oder wechselnde Betriebsbedingungen zum Alltag gehören.
Die Schutzart IP54 gilt dabei sowohl für den Anlegekörper selbst als auch für den Bereich der Anschlussstelle. Die Glasseide-Leitung selbst besitzt eine Schutzklasse von IP20 und sollte daher vor direkter Feuchtigkeit oder Kondensation geschützt verlegt werden. Bei sachgerechter Installation bleibt die Messfunktion auch unter rauen Einsatzbedingungen dauerhaft stabil und zuverlässig.
Temperaturbereiche und Anschlussleitungen
Der messbare Temperaturbereich hängt maßgeblich von der verwendeten Anschlussleitung ab. D-Sensors bietet Anlege-Thermoelemente mit verschiedenen Leitungsarten:
- PVC-Anschlussleitung: −50 bis +90 / +105 °C
- Silikon-Anschlussleitung: −50 bis +180 °C
- PFA-Anschlussleitung: −50 bis +260 °C
- Glasseide/Edelstahlgeflecht: −50 bis +400 °C
So lässt sich das richtige Produkt für Ihren Einsatzbereich finden – abgestimmt auf Temperatur, Umgebung und mechanische Belastung.
Messgenauigkeit nach DIN EN 60584 Klasse 1
Die Thermoelemente entsprechen der Genauigkeitsklasse 1 nach DIN EN 60584 und erfüllen damit hohe Anforderungen an Präzision und Reproduzierbarkeit. Die potentialfreie Messstelle sorgt für eine saubere Signalübertragung und minimiert Störeinflüsse aus dem Umfeld. Dadurch liefern die Sensoren auch im Dauerbetrieb – selbst unter anspruchsvollen industriellen Bedingungen.
Einsatzbereiche von Anlege-Thermoelementen (Typ K und Typ J)
Anlege-Thermoelemente werden eingesetzt, wenn Oberflächentemperaturen zuverlässig erfasst werden sollen, ohne in das Bauteil einzugreifen oder eine Bohrung vorzunehmen. Sowohl Typ K (NiCr-Ni) als auch Typ J (Fe-CuNi) eignen sich für diese Bauform; die Wahl des Thermoelement-Typs richtet sich nach den jeweiligen Prozessbedingungen.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Rohrleitungen und Leitungen
- Maschinen- und Anlagenbau
- Heißkanaltechnik (häufig mit rechtwinkliger Schutzhülse)
- Werkzeugüberwachung
- Prüf- und Versuchsaufbauten
- Temporäre Messungen an metallischen Oberflächen
Die Anlege-Thermoelemente können als Oberflächenausführung eingesetzt werden, wenn kein direkter Kontakt mit dem Medium gewünscht oder technisch nicht möglich ist. Bei guter thermischer Ankopplung liefern sowohl Typ K als auch Typ J stabile und reproduzierbare Messergebnisse im industriellen Einsatz.
Varianten und Konfigurationen
D-Sensors bietet Anlege-Thermoelemente in verschiedenen Ausführungen, damit sie exakt auf die jeweilige Messaufgabe abgestimmt werden können. Je nach Temperaturbereich, Einbausituation und gewünschter Anschlussart stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung, die sich flexibel konfigurieren lassen.
Zur Auswahl stehen unter anderem Anlege-Thermoelemente vom Typ K oder Typ J, wahlweise mit Edelstahl- oder Aluminium-Anlegekörper. Zudem können verschiedene Leitungslängen sowie unterschiedliche Anschlussvarianten gewählt werden – von freien Enden bis hin zu Mini- oder Standard-Thermoelement-Steckverbindern.
Durch diese Kombinationsmöglichkeiten lässt sich für nahezu jede Anwendung ein passendes Anlege-Thermoelement zusammenstellen, das sich zuverlässig in bestehende Mess- und Regelsysteme integrieren lässt und dauerhaft präzise Messwerte liefert.
Anlege-Thermoelemente von D-Sensors
Bei D-Sensors entwickeln und fertigen wir Thermoelemente für den industriellen Alltag. Unsere Anlege-Thermoelemente sind robust, praxisnah konstruiert und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt.
Ihre Vorteile:
- industrielle Fertigungsqualität
- robuste Bauform
- präzise Temperaturmessung
- schnelle Lieferzeiten
- flexible Varianten
Kurze Lieferzeiten und flexible Varianten ermöglichen es, schnell genau das Anlege-Thermoelement zu erhalten, das zum jeweiligen Einsatzbereich passt. So lassen sich Temperaturmessungen sicher, reproduzierbar und ohne unnötigen Montageaufwand realisieren – von der ersten Inbetriebnahme bis zum dauerhaften Betrieb.
FAQ – Häufige Fragen zu Anlege-Thermoelementen
Was ist der Vorteil eines Anlege-Thermoelements gegenüber Einschraub-Thermoelementen?
Es ist keine Bohrung erforderlich, die Montage erfolgt direkt auf der Oberfläche.
Wann sollte Typ K verwendet werden?
Typ K eignet sich besonders für hohe Temperaturen und industrielle Anwendungen.
Wie wird das Thermoelement befestigt?
Per Schraubbefestigung oder Montagekleber über die Befestigungsbohrung.
Welche Schutzart haben die Sensoren?
Alle Varianten erfüllen die Schutzart IP54 nach DIN EN 60529.
Zuverlässige Lösung für präzise Temperaturerfassung
Anlege-Thermoelemente Typ K von D-Sensors sind für Anwender konzipiert, die verlässliche Temperaturwerte, einfache Montage und industrielle Robustheit erwarten. Ob Serienanwendung oder spezifische Messaufgabe – die Sensoren lassen sich direkt in bestehende Prozesse integrieren und liefern stabile Ergebnisse auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
Wählen Sie jetzt das passende Anlege-Thermoelement für Ihre Anwendung und setzen Sie auf präzise Temperaturmessung direkt vom Hersteller.